CDU, SPD und Grüne: Der Lipper Weg sollte im Bereich Para Klinik abgeriegelt werden

1.2.2012

 

CDU, SPD und Grüne sind sich dem Grunde nach einig, dass der Lipper Weg im Bereich Para Klinik abgeriegelt wird. Der Lipper Weg sollte von der Bergstr. aus nur noch bis zum neuen Parkhaus befahrbar sein. Aus der Gegenrichtung sollte der Lipper Weg dann ab der Otto Wels Str. durch Pfosten für jeglichen Verkehr gesperrt sein.

Die BUM sprach sich vehement dagegen aus und argumentierte, dass man nicht die Zufahrt zu einem Krankenhaus blockieren kann! Zunächst wurde locker gesagt, dass Krankenwagen doch die paar 100 m Umweg fahren können. Erst als der BUM-Vertreter massiver wurde, sah man die Argumentation ein und beschloss dann folgende Krücke: ab Bergstr. befahrbar bis Parkhaus, in Gegenrichtung ab Otto Wels Str. befahrbar bis Krankenhauseinfahrt.

Dem stimmte die BUM dann notgedrungen zu. Dies wurde dann auch veröffentlicht.

Inzwischen hatte der Unterzeichner das zweifelhafte Vergnügen, mehrere Tage und Nächte als Patient in der Para-Klinik verbringen zu können. Er hatte Gelegenheit, mal ein Zimmer zur Nordseite mit Ausblick zum Lipper Weg und mal ein Zimmer zur Südseite mit Ausblick zum Krankenhauspark mit dem dahinter liegenden Gelände der Baumschule  zu bekommen.

Dabei wurden kritisch die Belästigungen durch Straßenverkehr und Sonstiges beobachtet.

Ergebnis: Vom Krankenhaus aus ist weder tags- noch nachtsüber eine Belästigung durch den Verkehr auf dem Lipper Weg zu verspüren. Ausnahme: Die Feuerwehr. Sie trötet rücksichtslos Tag und Nacht die Bergstr. entlang. Zumindest in der Nacht braucht sie nicht ein derartiges Theater zu veranstalten. Nicht nur die Kranken, sondern alle Bürger werden hiervon wach.

Der Verfasser hat schon in Bochum, Wuppertal und Österreich im Krankenhaus gelegen, aber einen derartigen Sirenen-Terror hat er bisher nur in Marl erlebt. Dasselbe ist natürlich auch von vielen anderen Standorten aus in Marl zu beklagen..

Wenn man auf der Südseite des Krankenhauses versucht, zu schlafen, ist während der Nacht die Welt in Ordnung. Die Feuerwehr hört man nur "um die Ecke". Völlig unerwartet: Die Baumschule macht tagsüber unglaublichen Krach. Den ganzen Tag über kreischen Baumsägen und arbeiten schwere Maschinen. Irgendeinen Krachmacher hört man immer, besonders die Laubpuster, natürlich für die Baumschulebesonders leistungsfähig.....Wirklich: ein unglaublicher Krach! Würde man eine Phonmessung veranstalten, käme auch der sturste Westfale zur Einsicht, dass entweder das Krankenhaus oder die Baumschule aufgegeben werden müssen.

Die Krankenschwestern daraufhin angesprochen: "das ist immer so..."

Eigenartig: niemand nimmt daran Anstoß!

Eigenartig: die Geräusche des normalen Straßenverkehrs gehen im allgemeinen Geräuschpegel unter. Aber sie sollen bekämpft werden, obwohl es von der Sache her weit wichtigere Probleme in Marl gibt.

Natürlich konnte nicht jeder Beteiligte die Situation aus der Sicht eines Patienten erleben. Urteil des Verfassers: Alles Theater! Viel Lärm um Nichts!

Man sollte sich mehr darum kümmern, wo dem Bürger wirklich der Schuh drückt!

Klaus Hussel