buergerunion marl (bum) zur Wahl aufgestellt

Die Diskussionen in der Öffentlichkeit, wie die bum sich zur nächsten Kommunalwahl am 25. Mai aufstellen wird, haben ihr viel Rückenwind gegeben. Aus der Mitglieder-Schar, aber auch aus dem erweiterten Kreis derer, die die Wählergemeinschaft als wichtigen Bestandteil des bürgerlichen Engagements in unserer Stadt erleben, kamen neuer Zuspruch, neue Ideen und neues "Personal":

In der für den 10.03. geplanten, gut besuchten Mitgliederversammlung wurde ein recht ausgewogenes Team für die Einzelwahlkreise und die Reserveliste gewählt. Mit 8 Kandidatinnen, 14 Kandidaten über das gesamte Altersspektrum, angefangen bei 20-jährigen, konnten der größte Teil des Stadtgebietes durch Wahlbezirks-Bewohner aber auch durch ein großes Spektrum von beruflichen Erfahrungen und ehrenamtlichem Engagement abgedeckt werden.

Folgende 22 Kandidaten/Innen wurden einstimmig gewählt: Horst Andes, Eric Andes, Bernd Ehm, Renate Herrmann, Dirk Fratzer, Jutta Bellstedt-Prophet, Manfred Ebbers, Hülya Aydin, Werner Möllmann, Berthold Hutmacher, Barbara Danda-Ohrenberg, Adolf Nadrowski, Gisela Aßmann, Dr. Dorothea Schwarz, Jörg Dorka, Andreas Kuck, Dr. Herbert Franke, Maximilian Friedrich, Ursula Krehut, Dr. Fritz Heinrich, Dr. Reinhard Sigg und Christel Sigg.

Schon im Vorstand war man sich seit längerem einig, so wie in den vergangenen beiden Wahlen keinen eigenen Bürgermeister/In - Kandidaten/In aufzustellen (gleichwohl die bum die parteilose, unabhängig kandidierende frühere BM Uta Heinrich unterstützt hatte). Die bum erkennt bei den vielen anderen kleineren Gruppierungen das verständliche Interesse einer besonderen Beachtung durch einen, wenn auch völlig chancenlosen, eigenen Kandidaten. Dem soll aus demokratischen Gründen auch nicht kritisch begegnet werden. Die bum verzichtet jedoch auf diese Sonder-Spielart des Wahlkampfes , weil eine mit vielen Kleinparteien-Kandidaten durchgeführte Erst-Wahl zwangsläufig zu einer teuren, aber im Prinzip unnötigen Stichwahl -und dies sogar am Pfingstsonntag (07.06.2014)- führen muss.

Die Reserve-Liste für den Rat enthält auf den ersten 12 Plätzen: Fritz Heinrich und Horst Andes mit jeweils 10 Jahren Ratserfahrung, Jörg Dorka, Barbara Danda-Ohrenberg, Adolf Nadrowski (früheres Ratsmitglied der CDU)i, Andreas Kuck, Dr. Dorothea Schwarz, Manfred Ebbers, Berthold Hutmacher, Dirk Fratzer, Christel Sigg, Dr- Herbert Franke.

Die Vorbereitungen eines Programms für die nächsten sechs Ratsjahre sind intensiv angelaufen, auch ein neuer Internet-Auftritte wird im Wahlkampf verfügbar sein.

Marl muss sich auf seine Stärken besinnen und sie wiederbeleben.

Unter der Leitidee "Aktives Gestalten statt nur Verwalten" sollten sich daher Bürger und Unternehmen aktiv als Partner der Verwaltung in die Gestaltung der Zukunft unserer Stadt einbringen. Wir möchten die Zivilgesellschaft in Marl stärken.

"Die "Brückenbauer von Marl" um die Unternehmer Wübbe, Neubauer und einige andere sind ein sehr gutes Beispiel heute in Marl, ein früherer Leuchtturm war der Hüls-Chef Prof. Mönkemeyer, der das Unternehmen als "Chemiebürger" verstand", so Fritz Heinrich zu unserer Zeitung.

Wichtige Handlungsfelder für die bum: Bedarfsgerechtes Wohnen nach dem "Modell Sinsen", nämlich Senioren und Jungfamilien-gerecht. Sicherheit: Unterstützung der Anti-Gewalt-Aktionen in Schulen; Schutz von Nachbarschaften vor Einbrüchen und dauerhafte Etablierung von Sperrzonen für Prostitution. Schulen: Ausbau der Stärken und Attraktivität des Angebotes (MINT); Abbau der Schul-Abbrecher-Quote in Hauptschulen.

Wirtschaft: keine kommunalen Energiekonzepte, die falsche Signale zu hohen Strompreisen bedeuten; Schaffung von Flächen für Ansiedlungen, insbesondere für den Mittelstand.

Die Haushalts-Konsolidierung gelingt nur mehrgleisig: Durch weitere eigene Einsparungen/Konsolidierungen im Dialog mit den Bürgern, aber auch Einforderung einer "Dividende" für das "Kirchturms-Denken"-ferne Agieren der Stadt Marl (so wie von unserem Ruhrbischof Overbeck gefordert) : "Wir stellen allein mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze beim größten Arbeitgeber des Regierungsbezirks Münster, dem Chemiepark für Einwohner anderer Städte. Überwindung des Kirchturm-Denkens muss auch dies anerkennen und die hoch überschuldete Stadt Marl nicht durch falsch gesetzte interkommunale Ausgleichszahlungen bestrafen", so der Pressesprecher der bum, Dr. Fritz Heinrich.