Die buergerunion macht sich Sorgen um den Marler Stern: Verl??t Kaufland den Marler Stern?

20. 03. 2009

M?ll und verschlossene T?ren: Bleibt das von Kaufland ?brig?

Wegen der großen Bedeutung der Stadtmitte-Entwicklung und der dafür erkennbar gewordenen Risiken, bittet die buergerunion marl im Zuge der Dringlichkeit folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 26. März zu setzen:

 Dringlichkeitsantrag

  1. Die Verwaltung berichtet über alle ihr vorliegenden Informationen zum Thema künftige Aktivitäten von Kaufland im Marler Stern.
  2. Insbesondere nimmt die Verwaltung Stellung zu möglichen Plänen von Kaufland, den Betrieb des Warenhauses dort einzustellen und die Räumlichkeiten für ein  firmeneigenes Liefer-/Logistik-Zentrum zu nutzen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erkunden bzw. zu schaffen, damit in diesem für Marl wichtigen Einkaufszentrum keine ungewollte, den Stadt- und Bürgerinteressen widerstrebende Nutzung stattfindet.
  4. Die Bürgermeisterin wird beauftragt, unverzüglich mit Kaufland zu sprechen.

 

Begründung:

 

Mit der Entscheidung, Kaufland statt Edeka in Hüls anzusiedeln, haben Politik und Verwaltung die selbstverständliche Überzeugung verbunden, dass der Warenhauscharakter der Firma im Marler Stern erhalten bleibt.

 

Was schon damals nur als Gerücht angesehen wurde, verdichtet sich nun zu einer stadtweiten Nachricht, die viele Bürger stark beunruhigt. Hier ist nicht nur Klärung geboten, sondern auch eine Aufzeigung der Möglichkeiten der Stadt, ihre Interessen ggf. gegen einen Investor durchzusetzen.

 

Eine für den Status der Stadtmitte katastrophale Entwicklung wird von der Stadt Marl nicht hingenommen. Nach verbreiteten Informationen hat Kaufland einen insgesamt 10 Jahre laufenden Mietvertrag abgeschlossen und will das Warenhaus nach der Stilllegung als Logistik-Zentrum nutzen.

 

Dies hätte nicht nur den Nachteil für das Zentrum und die dort einkaufenden Bürger, dass kein Wettbewerber dort für Kaufland einspringen könnte. Der Charakter der Nutzung (Lager/Logistik) wäre mit einer für die Attraktivität des Zentrums zerstörerischen Hypothek verbunden.

 

Die Stadt sollte für einen solchen Fall vorbereitet und klar positioniert sein und zwar auf Basis aller, auch rechtlicher und städtebaurechtlicher Möglichkeiten.

 

 

 

 

     Jörg Friedrich            Dr. Fritz Heinrich        Holger Beyer

(Fraktionsvorsitzender)    (Ratsmitglied)    (Sachkundiger Bürger)