Neue Mitglieder bei der buergerunion-marl

17. 06. 2009

Wir stellen vor: Barbara Danda-Ohrenberg

Mit Barbara Danda-Ohrenberg (34) setzen wir die Reihe der Vorstellung neuer Mitglieder fort.

Für alle, Frau Danda-Ohrenberg, die Sie noch nicht kennen:


Was verbindet Sie mit Marl, was machen Sie beruflich und warum wollen Sie sich in der buergerunion Marl engagieren?
Ich lebe seit meinem 6. Lebensjahr in Marl, bin hier aufgewachsen, zur Overbergschule und zum ASG gegangen und habe meine Ausbildung als Kauffrau bei der früheren Hüls AG absolviert. Im Laufe meines inzwischen 17jährigen Berufslebens habe ich diverse Zuatzqualifikationen erworben, u. a. die des Betriebswirts.

Ich arbeite im Personalbereich eines für Marl sehr wichtigen Großkonzerns, der nach einigen Fusionen inzwischen seinen Hauptsitz in Essen hat. Trotz der heute etwas schwierigen wirtschaftlichen Situation beinhaltet die sehr abwechslungsreiche und anspruchvolle Personalarbeit natürlich auch das Beurteilen von Bewerbungen. Es liegt quasi auf der Hand, dass ich genau hinsehen „musste“, als die buergerunion mich fragte, ob ich mich dort engagieren wolle.


Was haben Sie gesehen, warum bum?
Die „Bewerbungsunterlagen“, genauer gesagt Ihr Internet-Auftritt, Ihre Satzung und Leitlinien sowie Ihr Wahlprogramm aus 2004 waren für mich aussagekräftig genug, meine Neugier zu wecken und mich etwas mehr mit der buergerunion zu beschäftigen.

Auch was Sie in der Vergangenheit mit Ihrer politischen Arbeit erreicht haben, finde ich bemerkens- und anerkennenswert. Einige Probleme der Politik waren mir so gar nicht bewusst. Sicher muss ich mir hier noch eine eigene Meinung bilden, doch sehe ich mit der bum eine gute Alternative zu den von mir sonst eher kritisch wahrgenommenen anderen Parteien. Viele der Mitglieder und Kandidaten zur Kommunalwahl kenne ich und weiß, was ich von Ihnen zu halten habe bzw. wofür sie einstehen. Das bestärkt mich, mitmachen zu wollen.


Was sind das für Punkte, die Sie für Marl für wichtig halten?
Ihr Leitmotto und Grundgedanke „Bürger für Bürger“ gefällt mir sehr gut. Marler Bürger engagieren sich für die Stadt und das offensichtlich ohne die Begleiterscheinungen, die man aus den etablierten Parteienlandschaften so kennt. Den guten Willen der vielen Mitbürger, die sich gleichermaßen in z. B. den Großparteien engagieren, möchte ich damit selbstverständlich nicht absprechen.

Was jedoch an Resultaten bei den Parteiapparaten heraus kommt und was man über die Medien erfährt, ist doch ein stetiger Dauer-Wahlkampf, viel Effekthascherei und Profilierungssucht Einzelner; das Ganze gepaart mit mangelnder Orientierung und Lösungsfindung an den Sach-Problemen unserer Stadt… eine tickende Zeitbombe, die es gilt, „mit Gefühl“ zu entschärfen.


Welche Probleme müssen in Marl gelöst werden, was wollen Sie mithelfen, zu verbessern?
Entschieden gegen „meine Natur“ ist die allgemeine ständige Unzufriedenheit und „Jammerei auf hohem Niveau“. Bei aller Kritik und der häufigen Negativpresse der Stadt darf man nicht vergessen, dass sich in Marl richtig was tut und wir durchaus einiges vorzuweisen haben; für manches werden wir in unseren Nachbarstädten ja sogar beneidet. Um dieses „Image“ aufrecht zu erhalten und (noch mehr) zu verbessern, könnte die Stadt Marl viel mehr „Selbstmarketing“ betreiben, um ihre Vorzüge ins rechte Licht zu rücken.

Wenn Sie mich aber nach Zielen fragen, die in den nächsten Jahren von der buergerunion – hoffentlich in Zusammenarbeit mit vielen Ratsmitgliedern – zu erreichen wären, könnte ich Ihnen Folgendes nennen:

  • Erhalt und Neuschaffung von Arbeitsplätzen: Dazu gehören für mich vor allem auch die Wahrung der Industriearbeitsplätze und die Neuansiedlung von Dienstleistern und Produzenten.
  • Die Verbesserung des Stadtimages, wozu auch das sich „Wohl- und Sicherfühlen“ überall in Marl gehört, aber auch der Erhalt des Kulturangebotes und die eine attraktivere Einkaufslandschaft. Bei passendem Angebot kaufte ich nämlich gern künftig wieder vermehrt in Marl ein.
  • Vieles, was in Marl passieren müsste, geht nicht – so heißt es –, weil Marl so massiv verschuldet ist. Da muss doch endlich etwas getan werden. Ich denke, in der bum sind viele, die wissen müssten, wie das geht. Jeder von uns weiß, dass „charity at home“ beginnt. Warum geht die Marler Politik nicht mit gutem Beispiel auf dem Pfad der Kosten-Tugend voran und nimmt u. a. Einsparungen auch bei den Kosten für den Rat und die Ausschüsse vor, wie z. B. durch die längst fällige Reduzierung der Ratsmandate?



Frau Danda-Ohrenberg, vielen Dank für die vielen Antworten, die Sie mit einer interessanten Frage abschließen. Wir freuen uns, dass Sie als unser Mitglied und Huckepack-Kandidatin bei der Kommunalwahl mithelfen wollen, solche Fragen positiv für Marl zu beantworten.