Anfrage an die Verwaltung

13. 03. 2010



Herrn Bürgermeister Werner Arndt

Rathaus der Stadt Marl

Marl, 05.03.2010

Anfrage

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,zur Tagesordnung der nächsten Ratssitzung möchte die buergerunion marl folgende Anfrage an die Verwaltung richten: Auf welchem Stand befinden sich die im Juli 2009 zwischen der Geschäftsführung des Verkehrslandeplatzes Loemühle und der Stadt verabredeten Gespräche mit der DFS (Deutsche Flugsicherheit GmbH). Nach unseren Informationen hatte sich der GF Herr Dr. Utsch bereit erklärt, bei der DFS einen solchen Termin unter Beteiligung der Verwaltungsspitze anzuberaumen. Es sollten verbindliche Absprachen getroffen werden, dass die schwere Fallschirmspringermaschine nicht mehr wie bis jetzt den gesamten Steigflug über Marler Stadtgebiet ausführt, sondern den Steigflug in wechselnden nördlichen Richtungen über dem Münsterland absolviert. Den bisherigen Aussagen der Piloten, dass dort der Luftraum zu stark frequentiert ist und die Flugsicherung hierfür keine Freigabe erteilt, kann nicht gefolgt werden. Es existiert eine Internetseite www.dfld.de , auf der man für jeden Tag die Flugspuren aller Maschinen sehen kann, die Düsseldorf oder Dortmund als Start oder Ziel hatten. Hieraus ist ersichtlich, dass der Luftverkehr nördlich von Marl deutlich schwächer wird. Als Beispiel sind in der Anlage die Flugspuren vom Sonntag 16. 08. 2009 über 8 Std. beigefügt. Eine hohe Flugdichte im Norden von Marl ist nicht erkennbar.Bezüglich des Gesprächsziels wird unten stehend auch auf die seinerzeit veröffentlichten Berichte in der Tagespresse verwiesen. Da in Kürze infolge der Witterung wieder mit zunehmendem Fallschirmsprung-Betrieb zu rechnen ist, sollte diese Zielsetzung im Interesse der Anrainer vorangetrieben werden.

 

Die Marler Zeitung schreibt am 25. 07. 2009:

Steigflug über dem Münsterland

Bürgermeisterin lädt zu rundem Tisch ein Marl.

Wie ist der Lärm, den die startenden und landenden Maschinen auf Loemühle verursachen, zu verringern? Antworten auf diese Frage versuchten jetzt Stadt- und Parteienvertreter in einem Gespräch mit Flugplatzbetreiber und den Fallschirmspringern zu finden. Einen durchaus praktikablen Vorschlag präsentierte die buergerunion (bum). „Die Fallschirmspringermaschine soll ihren Steigflug mit voller Motorleistung nicht mehr allein über Marler Stadtgebiet, sondern verteilt auf ein größeres Gebiet – beispielsweise über dem westlichen Münsterland – durchführen“, so ein bum-Vertreter. Die Idee hätte bei allen Beteiligten, insbesondere auch bei den Flugplatzbetreibern und den Vertretern der Fallschirmspringer, Zustimmung gefunden. Zur Umsetzung des Vorschlages bedürfe es jedoch noch einer besonderen Vereinbarung mit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Ein kompetenter Personenkreis wird diese Verhandlungen, bei denen Bürgermeisterin Uta Heinrich die Interessen der Bevölkerung der Stadt Marl vertreten wird, in Kürze aufnehmen. In dem Gespräch erläuterte die Geschäftsführung des Flugplatzes noch einmal ihren Standpunkt, wonach alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und von der Luftaufsicht streng überwacht würden. Weitere Einschränkungen des Betriebes könnten mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit nicht hingenommen werden.

Bildunterschrift: "Der Deutsche Fluglärmdienst zeigt im Internet diese Spuren aller Flugzeuge, die Düsseldorf oder Dortmund am 16. 08. 2009 von 8:00 - 16:00 Uhr als Start/Ziel hatten. Es war der letzte Tag der Sommerferien, ein Sonntag mit prächtigem Wetter. Links unten sieht man die anfliegenden Maschinen auf Düsseldorf; der große dunkle Fleck in der linken oberen Bildhälfte ist die Haard. Links davon die A43 und knapp außerhalb des linken Bildrandes liegt Marl. Es ist erkennbar, dass nördlich von Marl wenig Flugbetrieb herrscht."

 

Das Bild wurde bewußt dunkel gestellt, um die Spuren besser sehen zu können.