Altenheim-Bau nach Bedarf für Marler Bürger

15. 09. 2010



Die Änderung des Bebauungsplanes für die Gartenstadt soll -wenn es nach dem Wünschen eines Investors und der Kurzsichtigkeit der Verwaltung und der großen Parteien geht- in Marl eine weiteres Altenheim über den Marler Bedarf hinaus ermöglichen. Die "Rechnung" der Befürworter sieht so aus: Ein Gewinn für die Neuma durch Verkauf des Grundstückes direkt hinter der Feuerwehr-Hauptwache (Herzlia-Allee) und Zugewinn "wohlhabender Bürger", die der Stadt Steuern und dem Einzelhandel Umsätze bringen: Eine Milchmädchenrechnung, die der Stadt schon eine nicht mehr abtragbare Hypothek im analogen Fall der Anlockung vieler Sozialfälle durch den Sozialen Wohnungsbau der SPD und Neuma gebracht hat. Der Bedarf an Altenwohnheimen ist gedeckt. Zusätzliche Plätze werden durch Anwerbung von älteren Bürgern außerhalb des Kreises Recklinghausen zu besetzen sein mit vorhersehbaren Sozialkosten im Millionenbereich. Das weiß die Stadt nicht nur durch eigene Modellrechnungen sondern spätestens auch durch die Warnungen des früheren Landrats Welt, der die Bürgermeister eindringlich darauf einschwor, sich bei der Planung von Altenheimen nur nach dem eigenen Bedarf der jeweiligen Stadt zu orientieren. Die buergerunion marl wird nicht nachlassen, diese Zusammenhänge dem Bürger zu erklären: Marl hat seinen Teil an "Sozialem" schon seit langem übererfüllt. Unsere Bevölkerungsstruktur hat einen vergleichsweise weit überdurchschnittlichen Anteil an Sozialfällen mit hohen Folgekosten für den Haushalt, der schon heute nicht mehr ohne fremde Hilfe sanierbar ist.