22.11.2008

Verbesserung der Marler Verkehrsverhältnisse: Ausgangspunkt

Auf das es Grün wird!

Der Verkehrsfluß in Marl leidet für alle Verkehrsteilnehmer (PKW, Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV), Fahrradfahrer, Fußgänger) zunehmend unter dem Rückbau und Abbindung von Durchgangsstraßen, unnötigen Einschnürungen, überfrachteten und oft überflüssigen Ampelkreuzungen und Kreisverkehren, fehlender Einbindung in den Verkehrsrechner… .

Gleichzeitig unterblieben sinnvolle Investitionen (z.B. Lipperandstraße/Stadtkern-/Hülszubringer als schneller Anschluß an die Autobahnen A31/A43/A52 unter Umgehung von Hüls, Drewer und Alt-Marl). Die Umsetzung der Rückbaumaßnahmen z.B. der Bergstraße vom Marler Stern bis Hüls basierte bis vor kurzem noch auf dem Verkehrsbedarf, der unter Einbeziehung der obigen Investitionen entstanden wäre.

D.h. die Bergstraße (und wahrscheinlich die geplante rückgebaute Viktoriastraße) ist überhaupt nicht in der Lage, den prognostizierten Verkehr aufzunehmen.

Resultat sind vermeidbare Emissionen (Abgase, Staub und Lärm), Wartezeiten, neue Schleichwege etc. .

Hier hat nur Smiley was zu lachen: Tägliche Situation - Alles steht

Als aktuelles negatives Beispiel hierzu kann der Rückbau der Kreuzungen Herzlia-/Willy-Brandt-Allee/Siegerlandstraße und Herzlia-Allee/Bergstr. genannt werden, die wegen der unnötigen Einschnürungen der Herzlia-Allee, Rückbau Einfahrt Siegerlandstraße und Veränderung der Ampelphasen zu zusätzlichen Wartezeiten in allen Fahrtrichtungen geführt haben.

Verkehrsbehindernde Schraffuren auf der Herzlia-Allee

Rückbauversuche an der Kreuzung Herzlia-Allee/Bergstraße

Wir haben schon auf diese Situation in unserem Buergerbrief „Marler Verkehrsverhältnisse” am 1.7.2007 hingewiesen.

Parallel dazu hat sich auch die Situation des ÖPNV verschlechtert, der bei stark steigenden Fahrgastzahlen und fehlenden Vorrangsschaltungen ebenfalls unter den Staus und Rückbaumassnahmen leidet.

Die buergerunion Marl schlägt dafür die folgende Vorgehensweise für die Verbesserung des Verkehrsflusses auf allen Durchgangsstraßen vor, die nur in enger Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit der Politik umzusetzen ist:

1. Kurzfristig und kostengünstig machbar  (Marl hat es selbst in der Hand)

  • Abbau von unnötigen Einschnürungen und Abbindungen
  • Installation des Grünen Pfeil an geeigneten Ampeln
  • Überprüfung von Ampelphasenzeiten
  • Rückbau von überfrachteten Ampelkreuzungen
  • Abbau von unnötigen Ampeln
  • Änderung Verkehrsführung im und um den Marler Stern sowie Verkehrsführung Hüls (Römer-, Berg-, Otto-Wels-Straße, Lipperweg)
  • Durchforstung des Schilderwaldes
  • Antischleichwegekonzept

Überfrachtete Kreuzung: Otto-Wels-/Hülsstraße

 

Parallel dazu für den ÖVPN

  • Vorrangschaltungen (Reduzierung von Verspätungen)
  • Kapazitätssteigerung

 

Überfrachteter Ausgang des Marler Sterns: Bergstraße/Willy-Brandt-Allee

 

 

2. mittelfristig (2-5 Jahre) unter teilweise erheblichen Kostenaufwand nur zusammen mit Partnern machbar

 

  • Ausbau Verkehrsrechner mit Partnern aufbauend auf den Erfahrungen z.B. mit dem Travolution-System nach dem Muster von Ingolstadt (Reduzierung der Emissionen und Wartezeiten um >20 %)
  • Prüfung Kreisverkehre statt Ampeln im Außenbereich
  • Zufahrt Autobahnen A2 über A52, A43
  • Konzept ÖVPN (Höhere Taktraten)
  • Attraktivität Bahnanbindung (Höhere Taktrate durch 2. Gleis in Marl Mitte, Einbindung in die Busfahrpläne, bessere Anbindung an den Nah-/Fernverkehr in Recklinghausen (Bus SB 25), Haltern, Essen, Oberhausen etc.)

 

„Hauptbahnhof” Marl-Mitte: Attraktivität sieht anders aus